Bad Rappenau
Fachplanung RSS Wand und RSS Flüssigboden
Im Projekt Bad Rappenau bestand die besondere Aufgabe in der Herstellung einer vollständig wasserdichten Baugrube in einem extrem beengten innerstädtischen Umfeld mit unmittelbar angrenzender Bestandsbebauung. Die zentralen Herausforderungen waren:
Weitere Details folgen im Anschluss.
Besondere Herausforderungen:
- Herstellung einer wasserdichten Baugrube bei anstehendem Grundwasser bis kurz unter Geländeoberkante (GOK).
- Starke Nachbarbebauung mit hohen Anforderungen an den Verformungs- und Setzungsnachweis.
- Baugrubentiefen bis ca. 6,0 m bei gleichzeitig maximal zulässigen Wandstärken von ca. 40 cm im Endzustand.
- Kein Zulassen von Differenzsetzungen zum Schutz der benachbarten Gebäude.
- Verzicht auf Rückverankerungen, da kein Eindringen in Nachbargrundstücke zulässig war.
- Substitution konventioneller Baugrubensicherungssysteme bei gleichzeitiger Platzoptimierung.
- Substitution der Wasserhaltung – durch wasserdichte Baugrube
Die Lösung:
- Herstellung einer umlaufenden RSS-Wand als wasserdichte Baugrubenumschließung auf Basis des patentierten RSS-Wand-Systems.
- Initiale Ausführung der RSS-Wand mit einer Breite von ca. 1,30 m, basierend auf:
- FEM-Analysen
- geotechnischen Gutachten
- Verformungs- und Setzungsanalysen
- Standsicherheitsnachweisen
- Nutzung des örtlich anstehenden Bodens zur Herstellung der RSS-Wand
→ Substitution von Bodenaustausch. - Keine Rückverankerung erforderlich, da die Standsicherheit ausschließlich über die RSS-Wand sichergestellt wurde.
- Nach Herstellung der Wand und Abschluss der Baugrubensicherung:
- Gezielter Rückbau der RSS-Wand, sodass die Wand nur im Widerlagerbereich stärker ausgebildet blieb.
- Ausbildung einer freistehenden RSS-Flüssigbodenwand mit ca. 40 cm Wandstärke bei 6,0 m Höhe.
- Nutzung der RSS-Wand als verlorene Schalung, wodurch:
- zusätzlicher Platzgewinn erzielt wurde,
- eine weitere Schalung entfiel.
- Rückgewinnung der HEB-Träger nach Fertigstellung – ermöglicht durch das RSS-Wand-Patent.
- Herstellung einer wasserdichten RSS-Flüssigboden-Bodenplatte als Baugrubensohle:
- Ersatz klassischer Sauberkeitsschichten
- Ausbildung einer vollständig wasserdichten Baugrube (Wand + Sohle).
Fachplanerische Lösungen:
- Durchführung der statischen Berechnungen und Sicherstellung der Standsicherheit mittels FE-Modell.
- Berücksichtigung aller maßgebenden Materialparameter:
- E-Modul
- Scherfestigkeit
- Steifigkeit
- Spannungs-Verformungs-Verhalten
- Vollständige Integration der geotechnischen Daten in die Fachplanung.
- Abstimmung und Anpassung der Materialparameter auf Basis:
- des vorliegenden Baugrunds
- der anzusetzenden Lasten
- der Randbedingungen aus der Nachbarbebauung
- Einsatz von RSS-Flüssigboden als steuerbarer Baustoff auf Grundlage des RSS-Flüssigbodenverfahrens.
- Rezepturentwicklung des RSS-Flüssigbodens durch FiFB auf Basis der statischen und geotechnischen Nachweisführung.
- Überprüfung der Zielparameter:
- Spannungs-Verformungs-Verhalten
- Scherfestigkeit
- Kurz- und Langzeitstabilität
- Iterative Anpassung der Rezeptur an die örtlichen Bodenverhältnisse in enger Abstimmung mit Fachplanung und Statik.
- Sicherstellung der Erreichung sowohl kurz- als auch langfristiger Eigenschaften des RSS-Flüssigbodens.
FB-Anwendungsbereiche:
- Wasserdichte Baugruben im innerstädtischen und beengten Umfeld.
- Bauvorhaben mit starker Nachbarbebauung und hohen Anforderungen an Setzungsminimierung.
- Herstellung von Kellerbauwerken bei anstehendem Grundwasser.
- Substitution von Bodenaustausch durch Nutzung des anstehenden Bodens.
- Ersatz konventioneller Baugrubensicherungssysteme (z. B. Bohrpfahl- oder Spundwände).
- Keine Rückverankerung erforderlich.
- Platzgewinn, da die RSS-Wand als verlorene Schalung genutzt werden kann.
- Substitution der Wasserhaltung – durch wasserdichte Baugrube
Bildergalerie
Alle relevanten Bilder zu diesem Projekt finden Sie hier.


















