Frankfurt Riederwaldtunnel –
110kV-Kabeltrasse

110kV-Kabeltrasse mit Flüssigboden – thermisch optimiert, hohlraumfrei und nachhaltig aus kontaminiertem Boden hergestellt.

Flüssigboden Engineering

Frankfurt Riederwald – sichere Hochspannungstrasse unter komplexen innerstädtischen Bedingungen

Im Rahmen der Baumaßnahme Riederwaldtunnel in Frankfurt wurde eine 110kV-Hochspannungstrasse über rund 1,9 km unter anspruchsvollen innerstädtischen Bedingungen realisiert. Die Trasse verläuft entlang bestehender Infrastruktur, beinhaltet zahlreiche Querungen und wurde unter beengten Platzverhältnissen umgesetzt.

Durch den Einsatz von RSS-Flüssigboden konnte eine homogene, thermisch stabile und hohlraumfreie Einbettung der Kabelsysteme erreicht werden. Gleichzeitig wurde der anstehende, teilweise kontaminierte Boden als Baustoff wiederverwendet und eine technisch wie ökologisch optimierte Bauweise umgesetzt.

Herausforderungen

  • Heterogene und teilweise kontaminierte Böden (LAGA)
  • Enge innerstädtische Verhältnisse und komplexe Trassenführung
  • Mehrlagige Kabelsysteme in Leerrohrbündeln
  • Nachweis von Rohrstatik, Auftriebssicherheit und Verformung
  • Sicherstellung homogener Wärmeabfuhr ohne Ringspalte

Die Lösung

  • Einsatz thermisch stabilisierenden RSS-Flüssigbodens
  • Aufbereitung und Wiederverwendung des Aushubs vor Ort
  • Fließfähiger Einbau zur vollständigen Rohrumschließung
  • Integration mehrerer Funktionen in einem Material
  • Einsatz mobiler Mischtechnik für kontinuierliche Herstellung

Fachplanerische Lösung

  • FEM-basierte Verformungs- und Standsicherheitsanalysen (PLAXIS 2D)
  • Nachweise für Rohrstatik, Auftrieb und Wärmeverhalten
  • Definition projektspezifischer Materialparameter
  • Integration geotechnischer, thermischer und rechtlicher Anforderungen
  • Abstimmung mit Behörden und Nachweisführung nach relevanten Regelwerken

FiFB-Lösungen

  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen
  • Einstellung thermischer und mechanischer Zielparameter
  • Nachweis der Wärmeleitfähigkeit und Langzeitstabilität
  • Qualitätssicherung durch Labor- und Baustellenprüfungen
  • Sicherstellung definierter Rückverfestigungseigenschaften

Flüssigboden-Anwendung

  • Bettung von 110kV- und 30kV-Kabelsystemen
  • Einsatz im innerstädtischen Leitungsbau
  • Verarbeitung auch von kontaminierten Böden
  • Herstellung homogener, setzungsarmer Verfüllkörper
  • Nachhaltige Energieinfrastruktur mit Kreislaufwirtschaft