Wilhelmshaven – Maadedüker

Ölfernleitung unter der Maade mit Flüssigboden gedükert – 360°-Bettung, auftriebssicher und unter Wasser ohne Unterwasserbeton hergestellt.

Flüssigboden Engineering

Wilhelmshaven – Dükerbau unter Wasser mit Flüssigboden im Kontraktorverfahren

Für die Erneuerung der Gewässerquerung einer Ölfernleitung DN 700 unter der Maade in Wilhelmshaven wurde ein neuartiges Flüssigbodenverfahren unter Wasser eingesetzt. Ziel war es, die Leitung ohne Unterwasserbeton, ohne Wasserhaltung und ohne Einschränkung des Abflussquerschnitts dauerhaft und auftriebssicher einzubauen.

Die Sohlschicht, das Rohrauflager und die vollständige Rohrumhüllung wurden im Kontraktorverfahren aus Flüssigboden hergestellt. Dadurch entstand eine hohlraumfreie, bodenähnliche Bettung mit dauerhaft hoher Standsicherheit, während der natürliche Gewässeraufbau nach Abschluss der Arbeiten vollständig wiederhergestellt werden konnte.

Herausforderungen

  • Gewässerquerung einer Ölfernleitung DN 700
  • Bauarbeiten vollständig unter Wasser
  • Keine Einschränkung des Abflussquerschnitts der Maade
  • Hohe Anforderungen an Auftriebs- und Lagesicherung
  • Wassergesättigte und suffosionsgefährdete Böden
  • Kurze Außerbetriebnahme der Fernleitung
  • Schutz angrenzender Naturschutzflächen
  • Ersatz von Unterwasserbeton und Sandbettungen

Die Lösung

  • Erst- und Zweitverfüllung mit Flüssigboden im Kontraktorverfahren
  • Sohlschicht als Ersatz für Unterwasserbeton
  • Hohlraumfreie 360°-Bettung der Rohrleitung
  • Auftriebs- und Lagesicherung durch Flüssigboden
  • Überspülbarer Spundwandkasten ohne Wasserhaltung
  • Wiederherstellung des natürlichen Gewässerprofils
  • Verfüllung der Anschlussbaugruben mit Flüssigboden
  • Wiederverwendung des örtlichen Sandes als Baustoff

Fachplanerische Lösung

  • Entwicklung der Unterwasser-Einbautechnologie
  • Festlegung von Einbauebenen und Verfüllreihenfolge
  • Ableitung der Rezepturparameter aus Auftrieb und Bettungsanforderungen
  • Planung der Auftriebssicherung während aller Bauzustände
  • Vorgaben für Pumptechnik und Kontraktorverfahren
  • Fachtechnische Begleitung sämtlicher Einbauschritte
  • Fremdüberwachung der Einbauqualität
  • Nachweis der Rückverfestigung unter Wasser

FiFB-Lösungen

  • Entwicklung einer projektspezifischen Flüssigbodenrezeptur
  • Herstellung aus örtlichem Sandmaterial
  • Einstellung hoher Pumpbarkeit und Unterwasserstabilität
  • Sicherstellung geringer Wasserdurchlässigkeit
  • Kontrolle von Ausbreitmaß und rheologischen Eigenschaften
  • Qualitätssicherung nach Technischer Richtlinie Flüssigboden
  • Laborprüfungen der Festigkeitsentwicklung
  • Eigen- und Fremdüberwachung während der gesamten Bauausführung

Flüssigboden-Anwendung

  • Gewässerquerungen und Dükerbauwerke
  • Öl-, Gas- und Fernwärmeleitungen unter Gewässern
  • Unterwasserbettungen ohne Unterwasserbeton
  • 360°-Rohrbettungen im Kontraktorverfahren
  • Auftriebssicherung großer Rohrleitungen
  • Wasserdichte Anschlussbaugruben
  • Bauen ohne Wasserhaltung und Gewässerumleitung
  • Nachhaltige Wiederverwendung örtlicher Böden