Althengstett – Hangsicherung am historischen Bahndamm
Historischen Bahndamm mit einer wasserdichten RSS-Wand gesichert – dauerhaft, erschütterungsarm und ohne Berliner Verbau oder Bodenaustausch.
Flüssigboden Engineering
Althengstett – dauerhafte Hangsicherung mit einer RSS-Wand aus Flüssigboden
Im Zuge der Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn wurde am historischen Bahndamm in Althengstett eine neue Stützmauer mit Gehweg errichtet. Aufgrund geringer Böschungsstabilität, belasteter Auffüllungen und naturschutzrechtlicher Vorgaben musste der Hang ohne großflächiges Abböschen und ohne erschütterungsintensive Spezialtiefbautechnik dauerhaft gesichert werden.
Anstelle der ausgeschriebenen Trägerbohlwand entstand eine wasserdichte RSS-Wand aus Flüssigboden. Das Bauwerk stabilisiert den Bahndamm dauerhaft, bildet einen wasserdichten Arbeitsraum für den Stützmauerbau und verbleibt anschließend als verlorene Schalung im Baugrund. Gleichzeitig konnte der vorhandene Aushub vollständig vor Ort aufbereitet und wiederverwendet werden.



























Herausforderungen
- Gering standsicherer historischer Bahndamm
- Hangsicherung direkt an einer bestehenden Bahntrasse
- Beengte Arbeiten zwischen Böschung und Straße
- Belastete Auffüllböden im Dammkörper
- Vermeidung von Rüttel-, Bohr- und Verdichtungsarbeiten
- Naturschutzauflagen mit minimalem Eingriff in den Hang
- Wasserdichter Arbeitsraum bei Hang- und Sickerwasser
- Ersatz einer ausgeschriebenen Trägerbohlwand
Die Lösung
- Herstellung einer wasserdichten RSS-Wand aus Flüssigboden
- Dauerhafte Hangsicherung ohne Rückverankerungen
- RSS-Wand als verlorene Schalung und Stützbauwerk
- Herstellung im Absenkverfahren mit Verbauboxen
- Zeitweise HEB-Träger zur Aussteifung mit späterer Wiedergewinnung
- Wiederverwendung des vorhandenen Aushubbodens
- Verzicht auf Spezialtiefbau und Bodenaustausch
- Erschütterungsarme Bauweise mit Geräten des allgemeinen Tiefbaus
Fachplanerische Lösung
- Auswertung der Baugrund- und Böschungsgutachten
- Entwicklung eines technologischen Konzepts für den Hangverbau
- Planung der RSS-Wand einschließlich Verbauboxen und Trägeranordnung
- Dreidimensionale FEM-Nachweise der Böschungsstabilität
- Nachweise aller Bau- und Endzustände
- Entwicklung der statischen Zielparameter für die Rezeptur
- Baustellenspezifischer Qualitätssicherungsplan
- Baubegleitung einschließlich Freigabe der Zweitaushübe
FiFB-Lösungen
- Entwicklung einer wasserdichten Flüssigbodenrezeptur aus dem örtlichen Boden
- Einstellung der Scherfestigkeit und Rückverfestigung
- Optimierung der Wasserdurchlässigkeit für den Arbeitsraum
- Aufbereitung stark bindiger Böden durch Homogenisierung
- Rezepturfreigabe anhand definierter Zielparameter
- Qualitätssicherung durch Labor- und Baustellenprüfungen
- Langzeitüberwachung der Materialentwicklung
- Dokumentierte Freigaben der einzelnen Bauabschnitte
Flüssigboden-Anwendung
- Hangsicherung und Böschungsstabilisierung
- Historische Bahn- und Straßendämme
- RSS-Wände als dauerhafte Stützbauwerke
- Ersatz von Berliner Verbau und Trägerbohlwänden
- Wasserdichte Arbeitsräume ohne Wasserhaltung
- Verlorene Schalungen aus Flüssigboden
- Wiederverwendung belasteter Aushubböden
- Erschütterungsarme Bauverfahren im Hangbereich
