Dresden – Fernwärmetrasse
im bewaldeten Steilhang
Fernwärmetrasse im bewaldeten Steilhang – lagestabil, wurzeldicht und mit vollständiger Wiederverwendung des örtlichen Bodens ausgeführt.
Flüssigboden Engineering
Dresden – sichere KMR-Fernwärmeleitung bei mehr als 20° Längsneigung
Für die DREWAG Stadtwerke Dresden wurde eine Fernwärmetrasse durch bewaldetes, stark geneigtes Gelände hergestellt. Die KMR-Leitung verlief über längere Abschnitte mit Längsneigungen von mehr als 20° und musste unter sehr beengten Bedingungen, ohne durchgängige Baustraßen sowie bei wechselnden Witterungsverhältnissen sicher verlegt werden.
Mit dem Flüssigbodenverfahren konnte der örtliche Boden direkt auf der Baustelle aufbereitet und als lagestabiles, wärmeableitendes und wurzeldichtes Bettungsmaterial wieder eingebaut werden. Der abschnittsweise Einbau mit Querriegeln und Haltebänken verhinderte ein Ablaufen des Materials im Gefälle und ermöglichte eine schmale, verdichtungsfreie Bauweise mit geringem Eingriff in den Waldbestand.
















Herausforderungen
- Fernwärmetrasse mit Längsneigungen von mehr als 20°
- Bewaldetes Gelände mit durchwurzeltem Baugrund
- Fehlende oder nur sehr schmale Baustraßen
- Stark eingeschränkte Arbeits- und Lagerflächen
- Ausführung bei Frost und hohen Sommertemperaturen
- Sicherstellung von Wärmeabfuhr und thermischer Längsdehnung
- Schutz des KMR-Kunststoffmantels
- Vermeidung von Wurzeleinwuchs in die Leitungszone
Die Lösung
- Durchgängige Bettung und Verfüllung mit Flüssigboden
- Wiederverwendung des örtlich anstehenden Bodens
- Abschnittsweiser Einbau von unten nach oben
- Herstellung von Querriegeln und Haltebänken im Gefälle
- Lagesicherung der Leitung und des Verfüllkörpers
- Wurzeldichte Einstellung der Leitungszone
- Materialförderung über Pumpleitungen in schwer zugängliche Bereiche
- Verzicht auf lagenweise Verdichtung und breite Arbeitsräume
Fachplanerische Lösung
- Entwicklung eines Einbaukonzepts für Gefällestrecken über 20°
- Festlegung von Querriegeln, Haltebänken und Verfüllabschnitten
- Abstimmung der Mantelreibung auf Lagesicherheit und thermische Längsdehnung
- Einstellung der Bettung auf die Anforderungen des KMR-Systems
- Planung einer schmalen und verdichtungsfreien Grabenbauweise
- Anpassung des Bauablaufs an fehlende Baustraßen und geringe Arbeitsflächen
- Berücksichtigung von Frost- und Hochtemperaturbedingungen
- Sicherstellung der Wiederaufgrabbarkeit für spätere Arbeiten
FiFB-Lösungen
- Entwicklung einer projektspezifischen Flüssigbodenrezeptur
- Einstellung von Pumpbarkeit, Thixotropie und Rückverfestigung
- Anpassung von Kohäsion und innerer Reibung an den Steilhang
- Sicherstellung definierter und begrenzter Mantelreibkräfte
- Herstellung einer hohlraum- und ringspaltfreien Bettung
- Wurzeldichte Einstellung des Flüssigbodens
- Anpassung der Rezeptur an Winter- und Sommerbedingungen
- Erhalt bodenähnlicher und wiederlösbarer Eigenschaften
Flüssigboden-Anwendung
- Fernwärmetrassen mit KMR-Systemen
- Leitungsbau in Steilhängen und Gefällestrecken
- Trassenbau in bewaldetem und durchwurzeltem Gelände
- Baustellen ohne durchgängige Baustraßen
- Wurzeldichte Bettung von Versorgungsleitungen
- Verdichtungsfreier Einbau in schmalen Gräben
- Bauausführung unter extremen Witterungsbedingungen
- Wiederverwendung des örtlichen Bodens
