Kirchhausen - terranets Gashochdruck-leitung SEL
Geotextilbewehrter Flüssigbodenblock für eine Gashochdruck-Armaturengruppe – dauerhaft tragfähig, lagesicher und planmäßig wieder freilegbar.
Flüssigboden Engineering
Kirchhausen – tragfähige und wiederlösbare Einbettung einer Armaturengruppe
Im Zuge des Neubaus der Süddeutschen Erdgasleitung wurde in Kirchhausen eine Schieber- und Armaturengruppe im Bereich einer Gasdruckregel- und Messstation hergestellt. Die auf betonverfüllten Schachtringsäulen gegründete Konstruktion musste dauerhaft lagesicher eingebettet werden und gleichzeitig hohe Belastungen aus dem späteren Baustraßenverkehr aufnehmen.
Mit einem geotextilbewehrten Flüssigbodenblock aus dem belasteten Aushubboden konnten Tragfähigkeit, Lagesicherung und Wiederlösbarkeit in einem Bauwerk kombiniert werden. Die Verfüllung wurde ohne Verdichtungsarbeiten eingebaut, stabilisierte die Gründung und konnte für den späteren Anschluss an die Übergabestation einseitig wieder freigelegt werden.





















Herausforderungen
- Armaturengruppe einer Gashochdruckleitung DN 400
- Gründung auf rund vier Meter hohen Schachtringsäulen
- Bindiger und gering tragfähiger Baugrund
- Aufnahme von Baustraßenverkehr nach SLW 60
- Vermeidung dynamischer Einwirkungen durch Verdichtungsarbeiten
- Dauerhafte Lagesicherung der Gründungsbauteile
- Planmäßige spätere Freilegung des gesamten Blockbereichs
- Wiederverwendung des belasteten Aushubbodens
Die Lösung
- Herstellung eines monolithischen Flüssigbodenblocks
- Lagenweiser Pumpeneinbau ohne Befahren der Baugrube
- Vollflächige und hohlraumfreie Einbettung der Schachtringsäulen
- Geotextil- beziehungsweise Geogitterbewehrung der später freizulegenden Blockseite
- Aufnahme von Zugkräften und Verkehrslasten durch das bewehrte Bauwerk
- Immobilisierung und Wiederverwendung des belasteten Aushubs
- Erhalt der Wiederlösbarkeit mit normaler Erdbautechnik
- Verzicht auf Verdichtung, Betonverfüllung und dauerhaften Verbau
Fachplanerische Lösung
- Auswertung des Baugrundgutachtens und der Baugrundaufschlüsse
- Entwicklung eines technologischen Verfüll- und Bewehrungskonzepts
- FEM-basierte Nachweise von Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit
- Modellierung des Endzustands unter Verkehrslast SLW 60
- Nachweis der einseitigen Freilegung unter Worst-Case-Bedingungen
- Festlegung von Mindestabständen für Baustellen- und Verkehrslasten
- Ableitung statischer Zielparameter für die Rezepturentwicklung
- Baubegleitung und Freigabe der freigelegten Bauteile
FiFB-Lösungen
- Entwicklung einer projektspezifischen Flüssigbodenrezeptur
- Nutzung des belasteten Aushubs als Ausgangsmaterial
- Immobilisierung der enthaltenen Schadstoffe
- Einstellung eines definierten Festigkeitsfensters
- Sicherstellung von Tragfähigkeit und dauerhafter Lagesicherheit
- Begrenzung der Festigkeit zur Erhaltung der Wiederlösbarkeit
- Freigabe über Penetrationsmessungen an Prüfkörpern und Bauteilflächen
- Ableitung eines Witterungsschutzes für freigelegte Flüssigbodenflächen
Flüssigboden-Anwendung
- Armaturen- und Schieberbauwerke der Gashochdruckinfrastruktur
- Tragfähige Verfüllung von Baugruben
- Einbettung und Lagesicherung von Gründungsbauteilen
- Geotextilbewehrte Flüssigbodenbauwerke
- Verdichtungsfreier Einbau neben sensiblen Leitungen
- Wiederlösbare Verfüllungen für spätere Anschlussarbeiten
- Wiederverwendung belasteter Aushubböden
- Pumpeneinbau in nicht befahrbaren Baugruben
