Würzburg – Leitungsverlegung im Steilhang bis 45°

Eine Gashochdruckleitung wurde in bis zu 45° steilem Gelände mit pumpfähigem und im Gefälle standfestem Flüssigboden hohlraumfrei und wurzelgeschützt eingebettet.

Flüssigboden Engineering

Sichere Leitungsbettung im Steilhang ohne Verdichtung

Im Würzburger Straubmühlweg wurde eine Gashochdruckleitung der Mainfranken Netze GmbH durch zwei Hangbereiche verlegt. Besonders anspruchsvoll war ein Steilabschnitt entlang eines Brückenbauwerks mit einer Geländeneigung von rund 45°, in dem eine konventionelle lagenweise Bettung und Verdichtung praktisch nicht ausführbar war.

Für die Leitungszone wurde deshalb eine projektspezifische Flüssigbodenrezeptur entwickelt, die sich über eine Autobetonpumpe fördern lässt und nach dem Einbau im Gefälle unmittelbar standfest wird. Gleichzeitig übernimmt der Flüssigboden die hohlraumfreie Bettung sowie den Wurzelschutz der Leitung und bleibt für spätere Arbeiten wieder aufgrabbar.

Herausforderungen

  • Leitungsverlegung in Hangbereichen mit Geländeneigungen bis rund 45°
  • Schmaler Rohrgraben ohne ausreichenden Arbeitsraum für lagenweise Verdichtung
  • Auftriebs- und Lagesicherung der Leitung während des Flüssigbodeneinbaus
  • Stark durchwurzeltes Gelände mit Anforderungen an einen dauerhaften Wurzelschutz

Die Lösung

  • Pumpfähige Rezeptur für den Einbau über eine Autobetonpumpe
  • Unmittelbare Refixierung und Standfestigkeit des Flüssigbodens im Gefälle
  • Selbstverdichtende und hohlraumfreie 360°-Bettung ohne Verdichtungsgerät
  • Wurzelschutz über gezielt eingestellte Materialeigenschaften statt zusätzlicher Sperrschichten

Fachplanerische Lösung

  • Ableitung der Zielparameter: pumpfähig, standfest, wurzelabweisend und wieder aufgrabbar
  • Entwicklung und Abstimmung der projektspezifischen Rezeptur mit dem Lieferwerk
  • Technisches, technologisches und logistisches Konzept für den Einbau im Steilhang
  • Planung der Einbaufolge und Taktung für den pumpengestützten Einbau im Gefälle

FiFB-Lösungen

  • Projektspezifische Rezepturentwicklung und Laborprüfung
  • Einstellung der Festigkeit für Wurzelschutz bei gleichzeitig begrenzter Endfestigkeit
  • Fremdüberwachung von Herstellung, Transport und Einbau
  • Laborprüfung der bodenmechanischen Eigenschaften anhand von Prüfkörpern aus dem eingebauten Material

Flüssigboden-Anwendung

  • Leitungsbau mit Flüssigboden in Hang- und Steillagen
  • Gasleitungsbau in bewaldetem und stark durchwurzeltem Gelände
  • Leitungsbettung in schmalen Gräben ohne Verdichtungsmöglichkeit
  • Pumpengestützter Flüssigbodeneinbau bei schwer zugänglichen Trassen