Bodensanierung mit Flüssigboden in Bruchsal
Flüssigboden bei kontaminierten Böden: rechtssichere Wiederverwendung, setzungsarme Verfüllung und vollständige Abfallvermeidung im Projekt Bruchsal.
Flüssigboden Engineering
Sanierung unter bodenschutz- und abfallrechtlichen Vorgaben sicher umsetzen
Im Zuge der Sanierung der Albert-Schweitzer-Realschule in Bruchsal wurde das Flüssigbodenverfahren gezielt eingesetzt, um Tief- und Leitungsbauarbeiten unter strengen bodenschutz- und abfallrechtlichen Rahmenbedingungen umzusetzen. Ziel war es, den lokal anstehenden, teilweise PAK-belasteten Boden technisch sicher zu integrieren und gleichzeitig eine vollständige Abfallvermeidung im Sinne der gesetzlichen Vorgaben zu erreichen.
Durch die Entwicklung einer projektspezifischen Flüssigbodenrezeptur konnte der Boden direkt vor Ort in ein definiertes, bodenähnliches Baustoffsystem überführt werden. Dabei wurde bewusst auf eine hydraulische Bindung verzichtet, um ein dauerhaft spannungsarmes und schwindungsfreies Verhalten sicherzustellen. Gleichzeitig konnten definierte Reibungs- und Tragfähigkeitsparameter eingestellt werden, die eine sichere Bauwerks-Boden-Interaktion gewährleisten.
Gerade bei Projekten mit kontaminierten Böden ist die rechtssichere Einordnung entscheidend. Flüssigboden ermöglicht hier eine klare Abgrenzung zum Abfallbegriff, da der Boden funktional im Projekt verbleibt und keine Entsorgung erfolgt. In Kombination mit umweltchemischen Nachweisen und behördlicher Abstimmung entsteht so eine technisch belastbare und rechtlich abgesicherte Lösung für nachhaltige Sanierungsmaßnahmen.








Herausforderungen
- Umgang mit PAK-kontaminierten Böden
- Einhaltung von BBodSchG und Verschlechterungsverbot
- Nachweis der Abfallvermeidung gemäß § 6 KrWG
- Sicherstellung der Nichtanwendbarkeit der EBV
- Vermeidung von Grundwasserbeeinträchtigungen
- Anforderungen an setzungsarme und tragfähige Verfüllung
Die Lösung
- Herstellung eines projektspezifischen Flüssigbodens aus kontaminiertem Boden
- Vollständiger Verbleib des Materials im Projektkontext
- Einstellung bodenähnlicher mechanischer Eigenschaften
- Schwindungsfreie und hohlraumfreie Verfüllung
- Durchführung umweltchemischer Prüfungen
- Enge Abstimmung mit Behörden zur rechtssicheren Umsetzung
Fachplanerische Lösung
- Erstellung eines Bauablauf- und Qualitätssicherungskonzepts
- Abstimmung mit Umwelt- und Abfallbehörden
- Berechnung von Durchbiegungen und Auftriebssicherheit
- Bewertung der Langzeiteigenschaften des Flüssigbodens
- Integration rechtlicher Anforderungen in die Planung
FiFB-Lösungen
- Entwicklung maßgeschneiderter Flüssigbodenrezepturen
- Durchführung von Labor- und Umweltanalysen
- Einstellung definierter Spannungs- und Verformungseigenschaften
- Dokumentation der Umweltverträglichkeit
- Qualitätssicherung durch Prüfungen und Monitoring
Flüssigboden-Anwendung
- Sanierung von öffentlichen Einrichtungen
- Projekte mit kontaminierten Böden
- Bauvorhaben mit Fokus auf Abfallvermeidung
- Rechtssichere Wiederverwendung von Bodenmaterial
- Ersatz klassischer Entsorgungs- und Verfüllkonzepte