Germering: Pumpwerksanierung

Der AmperVerband setzt bei der Sanierung des Pumpwerks in Germering auf eine zukunftsweisende Bauweise: Erstmals wird das RSS®-Flüssigbodenverfahren angewendet. Dieses Verfahren ermöglicht den Bau unterhalb des Grundwasserspiegels – ohne aufwendige Wasserhaltung, ohne Lärmbelastung durch Spundwände und ohne Eingriffe in die Grundwasserströme.

Nachhaltige Lösung für sensiblen Standort

Die Bauaufgabe umfasst den Einbau zweier neuer Schächte samt Verbindungsleitung in der Breslauer Straße. Aufgrund der engen Wohnbebauung und des hohen Grundwasserspiegels war eine konventionelle Lösung mit Absenkung des Grundwassers oder schwerem Verbau nicht umsetzbar. Mit dem Flüssigbodenverfahren können die Schächte in einer sicheren und trockenen Baugrube hergestellt werden – mit minimalen Auswirkungen auf Anwohner, Umwelt und bestehende Infrastruktur.

Vorteile des RSS® Flüssigbodenverfahrens

  • Keine Grundwasserabsenkung: Schutz der Umgebung vor Setzungen oder Schäden.

  • Weniger Lärm & Erschütterungen: Keine Spundwände, kein schweres Rammen.

  • Ressourcenschonend: Aushubböden werden vor Ort aufbereitet und wiederverwendet.

  • CO₂-Einsparung: Laut CO₂-Vorabkalkulation können bis zu 58 Tonnen CO₂ vermieden werden – eine Reduktion von mehr als 60 % gegenüber herkömmlichen Verfahren.

  • Hohe Qualität & Dauerhaftigkeit: Statische Nachweise belegen die Sicherheit und Langlebigkeit der Bauweise.

Bedeutung für die Region

Mit diesem Pilotprojekt zeigt der AmperVerband, wie moderne Tiefbaulösungen ökologische Verantwortung mit technischer Innovation verbinden. Das Projekt in Germering ist ein Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit, Anwohnerschutz und Wirtschaftlichkeit im Leitungsbau vereint werden können.

Mehr zu diesem Projekt können Sie hier lesen: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/germering-ort28724/amperverband-setzt-neues-verfahren-ein-pumpwerksbau-ohne-laerm-und-grundwasserabsenkung-93905924.html

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