Gummersbach

Baugrubensicherung und Bodenverbesserung mit RSS Flüssigboden

Im innerstädtischen Bereich von Gummersbach war für die Gebäude Haus A und Haus C eine Baugrubensicherung sowie eine tragfähige Gründung unter komplexen Baugrundverhältnissen zu realisieren.

Besondere Herausforderungen:

  • Gering tragfähigen Auffüllungen und Hanglehmen mit erhöhtem Setzungsrisiko.
  • Erfordernis einer Tiefgründung bis in den tragfähigen Felszersatz.
  • Begrenzte Platzverhältnisse im innerstädtischen Umfeld.
  • Ursprünglich geplante konventionelle Lösungen:
    • Trägerbohlwände,
    • Bohrpfähle bzw. Düsenstrahlverfahren.
  • Hohe Anforderungen an:
    • Standsicherheit,
    • Gebrauchstauglichkeit,
    • Setzungsbegrenzung,
    • Nachhaltigkeit und Genehmigungsfähigkeit.

Die Lösung:

  • Zur Substitution der konventionellen Bauweisen wurde ein integriertes Gesamtsystem aus RSS Wand, RSS Bodenplatte entwickelt und fachplanerisch abgesichert:

    • Herstellung von RSS Baugrubenwänden für Haus A und Haus C zur Abfangung der Geländesprünge.
    • Einsatz der RSS Wände:
      • als Baugrubenverbau,
      • als einhäuptige, verlorene Schalung.
    • Vollständige Substitution von Bohrpfählen und Düsenstrahlverfahren.

Fachplanerische Lösungen:

  • Erstellung eines 3D-FEM-Modells (PLAXIS) zur:
    • Standsicherheitsanalyse,
    • Spannungs- und Verformungsbewertung,
    • Nachweisführung im Grenzzustand der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.
  • Nachweis der Spannungsumlagerung zwischen RSS Säulen und Felsersatz mit klar definierten Hauptspannungen an den Säulenunterkanten.
  • Anpassung der Geometrie und Tiefe der RSS-Säulen lagenspezifisch anhand der tatsächlich angetroffenen Bodenschichten.
  • Definition projektspezifischer Zielparameter (E-Modul, Scherfestigkeit, Rückverfestigung).
  • Integration der geotechnischen Gutachten in die statische und technologische Planung.

Entwicklung maßgeschneiderter RSS Flüssigbodenrezepturen aus örtlichem Aushubboden.

    • Steuerung des Spannungs-Verformungs-Verhaltens der:
      • RSS Wände,
      • RSS Säulen,
      • RSS Bodenplatte.
    • Umsetzung eines umfassenden Qualitätssicherungskonzepts:
      • Penetrometermessungen zur Freigabe der seitlichen Abgrabung,
      • Dokumentation der Rückverfestigung,
      • Einbautagebücher und Prüfprotokolle. 
    • Haftungsrelevante Freigabe der Rezepturen durch die Fachplanung.

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