
Projekt
Flüssigboden im Hochwasserschutz: dichte Deichstrukturen, sichere Durchlasssanierung und nachhaltige Nutzung des Bestandsbodens in Burkheim.
Hochwasserschutz unter laufendem Betrieb und komplexen hydraulischen Randbedingungen
Im Rückhalteraum Breisach/Burkheim wurde das Flüssigbodenverfahren gezielt für die Sanierung eines Durchlassbauwerks sowie die Erneuerung angrenzender Deich- und Flussbettbereiche eingesetzt. Ziel war es, unter laufendem Hochwasserschutzbetrieb eine dauerhaft standsichere, hydraulisch wirksame und zugleich ressourcenschonende Bauweise zu realisieren. Durch die Nutzung des anstehenden Bodenmaterials konnten die Anforderungen an Tragfähigkeit, Dichtigkeit und Erosionsbeständigkeit in einem integrierten System vereint werden.
Gerade im Wasserbau spielen die sichere Beherrschung von Sickerströmungen und der Schutz vor hydraulischem Versagen eine zentrale Rolle. Flüssigboden ermöglicht hier die Ausbildung monolithischer, dichter und tragfähiger Strukturen, die sowohl abdichtende als auch stützende Funktionen übernehmen. Gleichzeitig lassen sich Bauzustände flexibel an wechselnde Wasserstände und Hochwasserereignisse anpassen, ohne auf konventionelle, eingriffsintensive Bauweisen wie Spundwände oder massive Betonbauwerke zurückgreifen zu müssen.
Durch die Kombination aus Durchlasssanierung, Deichaufbau und Flussbettgestaltung in einem durchgängigen Materialsystem entstand eine technisch robuste und langfristig stabile Lösung. Gleichzeitig wurde der vorhandene Boden weitgehend wiederverwendet, wodurch Eingriffe in die Umwelt reduziert und eine nachhaltige Umsetzung im Sinne moderner Kreislaufwirtschaft erreicht wurde.
Die ausführliche Fassung mit Planungsdetails, Hintergründen und Lernzielen finden Sie im Lern-Referenzen-Katalog der Flüssigboden Akademie.
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