Erding-Aufhausen – Kanalerneuerung neben einem vorgeschädigten Altbau

Verdichtungsarbeiten im Graben
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Kanalerneuerung in der Stichstraße
51 m
verlangsamt getaktet am Altbau
6 Boxen
Bereich
Kanalbau
Ort
Erding-Aufhausen
Jahr
2026
Luftbild der Kanaltrasse zwischen Altbau und Neubau in Aufhausen

Projekt

Hängende Verlegung eines Mischwasserkanals in Flüssigboden direkt neben einem vorgeschädigten Gasthof – erschütterungsarm, ohne Verdichtung im Graben und im kollapsempfindlichen Wiesenkalk schadensfrei abgeschlossen.

Erding-Aufhausen – erschütterungsarme Kanalerneuerung im Wiesenkalk

In einer engen Stichstraße in Aufhausen musste ein Mischwasserkanal auf rund 51 m erneuert werden – nur wenige Meter neben einem alten Gasthof, dessen Untergeschoss auf Höhe der neuen Rohrsohle endet. Nach konventionellen Tiefbauarbeiten im Umfeld hatten sich die Risse in diesem vorgeschädigten Gebäude bereits verstärkt. Unter dem Straßenaufbau steht weicher, kollapsempfindlicher Wiesenkalk über Torf an; gespanntes Grundwasser liegt knapp unter der Sohle.

Im laufenden Bauauftrag wurde auf die hängende Verlegung in Flüssigboden umgestellt: Verbauboxen im Absenkverfahren ohne Rütteln, Rohre an RSS-Rohrverlegehilfen aufgehängt und über die Auftriebsmessung gesteuert, Verfüllung direkt aus dem Fahrmischer ohne jede Verdichtung und Ziehen des Verbaus mit einem hydraulischen Ziehgerät. Am Gasthof wurde verlangsamt getaktet, sodass der eingebaute Flüssigboden als Widerlager den Baugrund stützt. Die Kanalerneuerung wurde schadensfrei abgeschlossen.

Projektverlauf

Baugrundprofil mit Wiesenkalk und Torf unter der Kanalsohle
Baugrund: Kanalsohle im weichen Wiesenkalk über Torf, Druckwasserspiegel knapp unter der Sohle

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Herausforderungen

  • Vorgeschädigter Altbau mit Untergeschoss auf Höhe der Rohrsohle
  • Weicher, kollapsempfindlicher Wiesenkalk über Torf
  • Gespanntes Grundwasser knapp unter der Grabensohle
  • Grundbruchgefahr beim Aushub neben dem Gebäude
  • Dicht belegter Straßenraum mit kreuzenden Leitungen
Schema Absenken der Verbauboxen ohne Rütteln
Schritt 1: Aushub und paralleles Absenken der Verbauboxen ohne Rütteln

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Die Lösung

  • Hängende Verlegung an RSS-Rohrverlegehilfen statt verdichteter Bettung
  • Verbauboxen im Absenkverfahren ohne Rütteln
  • Verfüllung mit Flüssigboden ohne Verdichtung im Graben
  • Verbau mit hydraulischem Ziehgerät erschütterungsfrei gezogen
  • Verlangsamte Taktung am Altbau – Flüssigboden als Widerlager
Verbauboxplan mit verlangsamter Taktung am sensiblen Gebäude
Kritischer Bereich am Altbau: verlangsamte Taktung mit Wartezeiten zwischen den Verfüllungen

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Fachplanerische Lösung

  • Technologisches Konzept für Kanal, Leitungsquerungen, Schächte und Hausanschlüsse
  • Abstimmung von Rohr- und Verbauboxlängen
  • Auftriebsnachweise mit zulässigem Kontrolldruck am Manometer
  • FEM-Nachweis einer Geoponton-Variante als Rückfallebene
  • Leistungsbeschreibung für den Nachtrag und Baueinweisung
Manometer zur Auftriebsmessung an der Rohrverlegehilfe
Manometer an der Rohrverlegehilfe – die Auftriebsmessung steuert den Baufortschritt

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FiFB-Lösungen

  • Rezepturspezifikation: fließfähig, schnelle Refixierung, schwindungsfrei
  • Abstimmung der Lieferwerk-Rezeptur mit der Spezifikation
  • Qualitätssicherungsplan mit Eigen- und Fremdüberwachung
  • Ausbreitmaß am Werk und unmittelbar vor dem Einbau geprüft
  • Geringeres Ausbreitmaß im kritischen Bereich für schnelle Rückverfestigung
Kanalrohr wird unter querenden Leitungen eingefädelt
Einfädeln des Kanalrohres in Schräglage unter den querenden Leitungen hindurch

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Flüssigboden-Anwendung

  • Kanalerneuerung neben vorgeschädigter oder setzungsempfindlicher Bebauung
  • Erschütterungsarmes Bauen in Wiesenkalk, Anmoor und Torf
  • Umstellung laufender Bauvorhaben ohne Baustopp und Neuausschreibung
  • Dicht belegte Straßenräume mit kreuzenden Leitungen
  • Steuerung des Baufortschritts über die Auftriebsmessung

Kontakt

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Leistungen im Verbund
Betriebsferien vom 14.12.2026 bis 04.01.2027 – Flüssigboden Engineering, Flüssigboden Akademie und FiFB