Lachen (CH) – Doppelkanal im Grundwasser hängend verlegt

Kanal, davon 300 m Doppelkanal
385 m
größte GFK-Meteorwasserleitung
DN 1100
Holzpfähle und Betonsohlen
0
Bereich
Kanalbau
Ort
Lachen SZ, Schweiz
Jahr
2012
Rollenschlittenverbau mit eingehängter Meteorleitung

Projekt

Meteor- und Schmutzwasserleitung aus GFK-Rohren wurden im Grundwasser des Zürichsees hängend verlegt und mit Flüssigboden aus dem eigenen Aushub umhüllt – Rollenschlittenverbau statt Spundwand, ohne Pfahlgründung, Betonsohle und großflächige Wasserhaltung.

Lachen – hängende Verlegung im Grundwasser auf weichen Seeablagerungen

Im Ortskern von Lachen am Obersee des Zürichsees wurden rund 385 m Kanal erneuert, davon rund 300 m als Doppelkanal im Trennsystem mit GFK-Rohren DN 1000/1100 für Meteorwasser und DN 300/400 für Schmutzwasser. Das Grundwasser steht auf Höhe des Seespiegels an, darunter liegen weiche Bach- und Schwemmablagerungen, Torf und Seeton – direkt neben alter Bausubstanz. Ausgeschrieben waren Spundwände mit Wasserhaltung, Holzpfähle mit Stahlbetonplatte und verdichteter Kiessand.

Im Alternativvorschlag wurden die Rohre hängend in RSS-Rohrverlegehilfen als Portale über dem Rollenschlittenverbau eingebaut, unter Wasser gefügt und ausgerichtet und mit Flüssigboden aus dem eigenen, aufbereiteten Aushub vollflächig umhüllt. Der Untergrund wurde weder entwässert noch zusätzlich belastet, verdichtet wurde nicht. Eine elektronische Auftriebsmessung dokumentierte die Lagesicherung; die Fremdüberwachung bescheinigte eine mängelfreie Ausführung.

Projektverlauf

Lageplan der Kanaltrasse im Ortskern von Lachen
Lageplan der Entlastungsleitungen vom Hafen durch den Ortskern von Lachen

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Herausforderungen

  • Grundwasser auf Höhe des Seespiegels, lokal gespannt
  • Weiche Seeablagerungen, Torf und Seeton – stark setzungsempfindlich
  • Alte Bausubstanz unmittelbar an der Trasse
  • Enge Gassen mit Vorkopfarbeit und vielen querenden Werkleitungen
  • Geringes Längsgefälle von wenigen Promille
Schaufelseparator bereitet tonigen Seeton-Aushub auf
Schaufelseparator zur Aufbereitung des tonigen Aushubs auf dem Mischplatz

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Die Lösung

  • Hängende Verlegung in RSS-Rohrverlegehilfen als Portale über dem Verbau
  • Rollenschlittenverbau statt Spundwand
  • Keine Pfahlgründung, kein Bodenaustausch, keine Betonsohle
  • Doppelkanal übereinander in einem minimierten Graben
  • Flüssigboden aus dem eigenen Aushub, ohne Verdichtung eingebaut
Stempel der Rohrverlegehilfe sichert GFK-Rohr gegen Auftrieb
Stempel der RSS-Rohrverlegehilfe auf lastverteilendem Holz – Auftriebssicherung im Grundwasser

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Fachplanerische Lösung

  • Technisches, technologisches und logistisches Konzept
  • Trassen- und Querschnittsoptimierung für beide Leitungen
  • Rohrstatik für Bau- und Endzustand in Anlehnung an DWA-A 127
  • Hydrogeologische Bewertung gegenüber der konventionellen Verlegung
  • Muffenspaltmessung mit Tachymeter und Gütesicherungsplan
Elektronische Auftriebsmessung an der Rohrverlegehilfe
Messkoffer zur elektronischen Auftriebsmessung an der hydraulischen RSS-Rohrverlegehilfe

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FiFB-Lösungen

  • Rezepturen aus tonigem Erdaushub für den Einbau unter Wasser
  • Eigenfeuchteabhängige Dosierung und eigene Winterrezeptur
  • Aufbereitung des Seetons durch Aufkalken und Zwischenlagerung
  • Elektronische Auftriebsmessung mit Manometer-Kontrolle
  • Fremdüberwachung mit Druckfestigkeit nach 7, 28 und 56 Tagen
Meteorleitung in Seilaufhängung im Rollenschlittenverbau
Meteorleitung in der Seilaufhängung der RSS-Rohrverlegehilfe im Rollenschlittenverbau

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Flüssigboden-Anwendung

  • Kanalbau im Grundwasser auf Seeton, Torf und Verlandungssedimenten
  • Innerörtliche Baustellen neben alter Bausubstanz
  • Doppelkanäle im Trennsystem in einem gemeinsamen Graben
  • Alternativvorschläge statt Spundwand, Pfählen und Wasserhaltung
  • Schächte, die hängend am Kran im Grundwasser gesetzt werden

Kontakt

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