Freiburg Winden Gewässerquerung Geoponton

Aufnehmen-vormontiertes-Rohr-vor-Einhub

Projekt

Wasserdichte Geopontons aus Flüssigboden: sichere Baugruben, stabile Leitungszonen und nachhaltige Umsetzung der Elzquerung in Winden.

Elzquerung mit Geoponton im Grundwasser

Im Zuge der Ortsumfahrung Winden (B 294) wurde das Flüssigbodenverfahren gezielt für die Ableitung des Regenklärbeckens Ost sowie die Querung der Elz eingesetzt. Ziel war es, unter extremen hydrogeologischen Bedingungen eine dauerhaft stabile, wasserdichte und zugleich umweltverträgliche Bauweise zu realisieren. Durch die Entwicklung standortspezifischer Flüssigbodenrezepturen konnten Anforderungen an Tragfähigkeit, Dichtigkeit und Rückverfestigungsverhalten optimal miteinander kombiniert werden.

Gerade bei Bauvorhaben im Grundwasser und in Fließgewässern spielt die sichere Beherrschung von Wasserzutritten und Bauzuständen eine zentrale Rolle. Flüssigboden ermöglicht hier die Herstellung homogener, monolithischer Baukörper, die sowohl tragende als auch abdichtende Funktionen übernehmen – ganz ohne klassische Verbausysteme oder aufwendige Wasserhaltung. Gleichzeitig wird der vorhandene Boden ressourcenschonend wiederverwendet, wodurch Eingriffe in Umwelt und Bauabläufe deutlich reduziert werden. So entstand eine technisch robuste und nachhaltige Lösung für eine komplexe Gewässerquerung unter anspruchsvollen Randbedingungen.

Projektverlauf

Einzusetzende Lösungen Flüssigboden Geoponton
Einzusetzende Lösungen Flüssigboden Geoponton

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Herausforderungen

  • Arbeiten im Grundwasser sowie direkt im Fließgewässer Elz
  • Stark schwankende Wasserstände mit temporären Überflutungen
  • Inhomogene Baugrundverhältnisse mit groben Blocklagen
  • Begrenzte Platzverhältnisse für Baugruben und Leitungsgräben
  • Vermeidung umfangreicher Wasserhaltungsmaßnahmen
  • Wiederverwertung des Aushubmaterials gemäß gesetzlicher Vorgaben
  • Sicherstellung der Bauzustandssicherheit unter dynamischen Randbedingungen
Beginn 2 Aushub im Geoponton nach Freigabe
Beginn 2 Aushub im Geoponton nach Freigabe

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Die Lösung

  • Herstellung monolithischer Flüssigbodenkörper im Grundwasser
  • Verzicht auf konventionelle Verbausysteme wie Spundwände oder Betonbauwerke
  • Innenaushub im trockenen Zustand nach Rückverfestigung
  • Rohrverlegung unter kontrollierten Bedingungen
  • Einsatz auch unter Wasser bei der Elzquerung
  • Setzungsarme und schwindungsfreie Verfüllung der Leitungszonen
Platzieren erste Auftriebssicherungen vor Rohreinhub
Platzieren erste Auftriebssicherungen vor Rohreinhub

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Fachplanerische Lösung

  • Standsicherheitsnachweise für mehrere Geoponton-Bauwerke
  • Numerische Analysen zu Verformung, Auftrieb und Lastumlagerung
  • Berücksichtigung sämtlicher Lastfälle aus Bau und Betrieb
  • Bewertung der Wechselwirkungen zwischen Bauwerk, Grundwasser und Gewässer
  • Entwicklung eines Baukonzepts ohne dauerhafte Wasserhaltung
  • Integration wasserrechtlicher und umweltrechtlicher Anforderungen
  • Abstimmung aller Bauphasen und Gewerke zur Prozesssicherheit
Einhub vormontiertes Rohr 4
Einhub vormontiertes Rohr 4

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FiFB-Lösungen

  • Rezepturentwicklung aus lokalem Bodenmaterial
  • Einstellung definierter mechanischer Eigenschaften (z. B. Festigkeit, Durchlässigkeit)
  • Sicherstellung eines dauerhaften und stabilen Verfüllkörpers
  • Einsatz des Flüssigbodens als tragendes, dichtendes und konstruktives Element
  • Qualitätssicherung durch Prüfungen und baubegleitende Dokumentation
  • Maximale Wiederverwertung des Aushubs zur Ressourcenschonung
Nach Zweitaushub im Geoponton Setzen Schacht 36
Nach Zweitaushub im Geoponton Setzen Schacht 36

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Flüssigboden-Anwendung

  • Leitungsbau im Grundwasser und unter Wasser
  • Gewässerquerungen ohne massive Eingriffe
  • Baugruben unter schwierigen hydrogeologischen Bedingungen
  • Nachhaltige Bauweisen mit hohen Umweltanforderungen
  • Ersatz klassischer Bauverfahren wie Spundwände oder Bodenaustausch

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