Meerbusch – Wasserdichte Muffengruben als RSS-Geoponton

Erdkabeltrasse Osterath – Büderich
110 kV
Grundwasser unter Gelände
0,2 m
Grubensohle im Grundwasser
3,9 m
Ort
Meerbusch
Eingehauste trockene Muffengrube mit 110-kV-Kabeln zwischen senkrechten Flüssigbodenwänden

Projekt

Trockene Muffengruben für zwei 110-kV-Kabelsysteme im Grundwasser: RSS-Wände und RSS-Bodenplatte aus Flüssigboden bilden einen wasserdichten Verbau – ohne Wasserhaltung und ohne Spundwand.

Meerbusch – trockene Muffengruben für 110-kV-Erdkabel im Grundwasser

An der 110-kV-Erdkabeltrasse Osterath – Büderich in Meerbusch wurden Muffengruben hergestellt, in denen Kabelzug und Muffenmontage trocken erfolgen mussten. Das Grundwasser steht rund 0,2 m unter Gelände an, die Grubensohle liegt bei rund 3,9 m in durchlässigem, kiesigem Sand.

Statt die Grube gegen das Grundwasser zu sichern, wurde zuerst ein wasserdichtes Flüssigbodenbauwerk aus RSS-Wänden und RSS-Bodenplatte im Kontraktorverfahren unter Wasser hergestellt – der RSS-Geoponton. Nach der Rückverfestigung wurde die Muffengrube darin trocken ausgehoben: mit standfesten, senkrechten Wänden und wasserdicht eingebundenen Kabelschutzrohren, ohne Wasserhaltung und ohne Spezialtiefbau. Als die Spülbohrungen vor Ort von der Planung abwichen, wurde ein zweiter Geoponton im Kurvenbereich ergänzt, sodass auch diese Kabel trocken in die Muffengrube eingezogen werden konnten.

Projektverlauf

Luftbild der Muffengrube in Meerbusch mit Verbauboxen im Grundwasser und Bagger
Baufeld der Muffengrube mit Verbauboxen und Querschott im Grundwasser – Aushub ohne Wasserhaltung

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Herausforderungen

  • Grundwasser rund 0,2 m unter Gelände, Grubensohle bei rund 3,9 m
  • Durchlässiger, nasser kiesiger Sand unter Auffüllungen und Schluff
  • Wasserdichte Einführung von zwei Systemen mit je sechs Kabelschutzrohren
  • Lasten aus Kran, Zugfahrzeug und Kabeltrommeln direkt neben der Grube
  • Abweichende Lage der Spülbohrungen im Kurvenbereich
Schema Kontraktorverfahren mit Flüssigboden unter Wasser in der Verbaubox
Kontraktorverfahren: Flüssigboden wird unter Wasser eingebaut, Verbauboxen und Querschotte werden mit steigendem Verfüllstand gezogen

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Die Lösung

  • RSS-Geoponton: wasserdichter Flüssigbodenblock aus RSS-Wänden und RSS-Bodenplatte
  • Einbau im Kontraktorverfahren unter Wasser, ohne Wasserhaltung
  • Kabelschutzrohre mit RSS-Rohrverlegehilfen gegen Auftrieb gesichert und wasserdicht eingebunden
  • Zweitaushub nach Freigabe: trockene Grube mit senkrechten Flüssigbodenwänden
  • Zusätzlicher Anbindungsgeoponton für die Spülbohrungen im Kurvenbereich
Kabelschutzrohre im verbauten Arbeitsgraben vor der Einbindung in Flüssigboden
Verlängerung der Kabelschutzrohre im verbauten Arbeitsgraben am Geoponton

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Fachplanerische Lösung

  • Technologisches Konzept mit Verbauboxplan und Regelquerschnitten
  • Räumliche FEM-Nachweise mit PLAXIS 3D für alle Bauzustände
  • Standsicherheit nach GEO-2 und GEO-3 unter Kran- und Kabelzuglasten
  • Nachweis der Auftriebssicherheit der leeren Kabelschutzrohre
  • Konzept und Nachweis für die Anbindungsgrube nach Neueinmessung vor Ort
Blick von oben in die ausgehobene Muffengrube mit senkrechten Flüssigbodenwänden in Meerbusch
Zweitaushub im Geoponton: senkrechte, standfeste Flüssigbodenwände ohne zusätzlichen Verbau

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FiFB-Lösungen

  • Drei abgestimmte Rezepturen: Geoponton, Rohrfixierung und Leitungszone
  • Rheologie für den Einbau unter Wasser im Kontraktorverfahren
  • Rezepturmatrix aus den Homogenbereichen des Baugrunds
  • Qualitätssicherungsplan mit Eigen- und Fremdüberwachung nach TR Flüssigboden
  • Freigabe der Bauteile zum Zweitaushub durch den Fachplaner
110-kV-Erdkabel werden in die trockene Muffengrube mit Flüssigbodenwänden eingezogen
Kabeleinzug: beide 110-kV-Kabelsysteme laufen in die trockene Muffengrube

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Flüssigboden-Anwendung

  • Muffengruben im Erdkabelbau bei hohem Grundwasserstand
  • Start-, Ziel- und Anbindungsgruben von Spülbohrungen
  • Wasserdichte Einbindung von Kabelschutzrohren und Leitungen
  • Baugruben mit hohen Kran- und Verkehrslasten am Grubenrand
  • Baugrubensicherung, Abdichtung und Rohrdurchführung in einem Gewerk

Kontakt

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